Durchschnittsbon erhöhen: so steigt der Umsatz pro Besuch
Ein Euro mehr pro Bon klingt nach nichts. Hochgerechnet auf jeden Besuch im Jahr ist es bares Geld. So hebst du den Umsatz pro Besuch, ohne deine Gäste zu drängen.
Kurz gesagt
Der Durchschnittsbon ist der Betrag, den ein Gast pro Besuch ausgibt. Ihn zu heben ist der günstigste Umsatzhebel, den du hast, denn er kostet keine neue Werbung. Du arbeitest mit den Gästen, die ohnehin schon da sind. Drei Dinge wirken: der passende Zusatz im richtigen Moment, ein Stammkunden-Status, der sich lohnt, und ein direkter Draht auf den Sperrbildschirm, um Anlässe zu setzen.
Warum der Durchschnittsbon der unterschätzte Hebel ist
Die meisten Betriebe denken bei „mehr Umsatz" sofort an mehr Gäste. Mehr Werbung, mehr Reichweite, mehr Laufkundschaft. Das ist der teure Weg. Jeder neue Gast muss erst gefunden und überzeugt werden. Der Gast, der schon vor dir an der Theke steht, hat sich längst entschieden. Bei ihm geht es nur noch um die Frage: ein bisschen mehr oder genau das Minimum.
Genau hier liegt das stille Geld. Ein Euro mehr pro Bon fällt im Einzelfall niemandem auf. Aber multipliziert mit jedem Besuch über ein Jahr wird daraus eine spürbare Summe, ganz ohne zusätzliche Mietkosten, ohne mehr Personal und ohne einen Cent für Anzeigen.
Neue Gäste kosten Werbung. Ein höherer Bon kostet nur ein gutes Wort im richtigen Moment.
Erst messen, dann drehen
Bevor du etwas änderst, brauchst du deine eigene Zahl. Teile den Tagesumsatz durch die Zahl der Bons, und du hast deinen Durchschnittsbon. Mehr ist es nicht. Wichtig ist nicht, wie du im Vergleich zu anderen stehst, denn ein Café am Vormittag tickt anders als das Restaurant Hirsch am Abend. Wichtig ist, ob deine eigene Zahl über die Monate nach oben zeigt.
Notiere den Wert, setz dir ein realistisches Ziel und schau nach vier Wochen wieder hin. Erst dann weißt du, ob ein Anstoß wirklich gewirkt hat oder nur ein guter Tag war.
Fünf Wege, den Bon zu heben
1. Der gute Zusatz im richtigen Moment
Klassisches Upselling, aber bitte als echte Empfehlung, nicht als Verkaufsmasche. „Magst du die Suppe vorweg?" oder „Ein Espresso danach?" wirkt, wenn es zum Besuch passt und ehrlich gemeint ist. Der Trick liegt im Timing und in der Auswahl: ein Vorschlag, der den Besuch tatsächlich besser macht, hebt den Bon, ohne dass sich jemand bedrängt fühlt.
2. Bundles statt Einzelteile
Ein stimmiges Menü oder Kombi-Angebot nimmt dem Gast die Entscheidung ab und erhöht gleichzeitig den Wert des Bons. Hauptgericht plus Getränk plus Kleinigkeit als ein rundes Paket ist für viele Gäste die bequemere Wahl, und für dich der höhere Bon. Wichtig ist, dass das Bundle einen echten Vorteil bietet und nicht nur teurer aussieht.
3. Stammkunden-Status, der sich lohnt
Deine treuesten Gäste geben am meisten aus. Mit VIP- und Punktekarten belohnst du genau diese Gruppe: ein kleiner Status, ein Extra ab einem bestimmten Wert, eine Prämie, die zum Sammeln einlädt. Wer Punkte für höhere Bons bekommt, bestellt das Dessert eher mit. Der Status bindet, und nebenbei steigt der Bon.
4. Anlässe setzen per Nachricht
Mit einer Sperrbildschirm-Nachricht erreichst du deine Gäste direkt, ohne Streuverlust und ohne Algorithmus. „Heute neu: unser Wintermenü" oder „Donnerstag ist Pasta-Abend, zwei Gänge zum festen Preis" lenkt die Bestellung sanft in Richtung höherer Bon. Du verkaufst nichts auf, du gibst nur einen guten Grund, mehr aus dem Besuch zu machen.
5. Die Karte als stiller Verkäufer
Eine Wallet-Stempelkarte arbeitet im Hintergrund weiter, auch wenn der Gast längst gegangen ist. Sie liegt griffbereit im Apple oder Google Wallet, der nächste Stempel ist sichtbar und der Weg zur Prämie wird zum Anreiz, beim nächsten Mal die Karte vollzumachen. So entsteht ein ruhiger, dauerhafter Druck nach oben, ganz ohne aufdringliches Nachfassen.
Höher, ohne aufdringlich zu wirken
Die Grenze zwischen Empfehlung und Nerverei ist schmal. Drei Leitplanken helfen: Empfiehl nur, was du selbst gut findest. Schlag etwas vor, das zum Moment passt, nicht das Teuerste auf der Karte. Und akzeptiere ein Nein, ohne nachzuhaken. Ein Gast, der sich gut beraten fühlt, kommt wieder und gibt langfristig mehr aus als einer, dem einmal etwas aufgedrängt wurde.
Genau deshalb funktionieren digitale Anstöße so gut: Eine Nachricht oder ein Status-Vorteil drängt sich nie auf. Der Gast entscheidet selbst, ob das Angebot für ihn passt. Im Dashboard siehst du anschließend, welche Aktion gezogen hat und ob dein Durchschnittsbon sich bewegt.
Womit du heute anfängst
- Rechne deinen aktuellen Durchschnittsbon aus: Tagesumsatz geteilt durch die Zahl der Bons.
- Leg eine ehrliche Tagesempfehlung fest, die zu deinem Konzept passt, und brief dein Team darauf.
- Bau ein einfaches Bundle, das dem Gast eine bequeme Wahl bietet und den Bon hebt.
- Stell den QR-Aufsteller auf den Tresen und nutz die ersten Nachrichten für gezielte Anlässe.
Wie das konkret in der Gastronomie aussieht, zeigt die Seite QARD fürs Restaurant.
Häufige Fragen zum Durchschnittsbon
Was ist ein guter Durchschnittsbon in der Gastronomie?
Das hängt stark vom Konzept ab: Ein Imbiss liegt anders als ein Restaurant am Abend. Wichtiger als ein Vergleichswert ist dein eigener Ausgangswert und ob er über die Monate nach oben zeigt. Miss deinen Bon ehrlich und arbeite an deiner eigenen Zahl.
Wie erhöhe ich den Durchschnittsbon, ohne Gäste zu vergraulen?
Mit echten Empfehlungen statt Verkaufsdruck. Ein passender Zusatz im richtigen Moment, ein stimmiges Bundle und ein Treuestatus, der sich lohnt, heben den Bon, ohne dass es aufdringlich wirkt. Entscheidend ist, dass der Vorschlag dem Gast wirklich nützt.
Bringt ein höherer Durchschnittsbon mehr als mehr Gäste?
Oft ja, weil er nichts extra kostet. Neue Gäste musst du mit Werbung gewinnen. Den Bon hebst du mit den Gästen, die ohnehin schon vor dir stehen. Beide Hebel ergänzen sich, aber der Bon ist meist der schnellere und günstigere.
Wie hilft eine Wallet-Stempelkarte beim Durchschnittsbon?
Sie gibt dir einen direkten Draht auf den Sperrbildschirm und einen Anlass für den nächsten Besuch. Über gezielte Nachrichten kannst du das Tagesgericht oder ein Bundle anstoßen, und mit Stammkunden-Status belohnst du genau die Gäste, die am meisten ausgeben.
Was kostet QARD?
49 € pro Monat netto, keine Einrichtungsgebühr. Karten-Design, Einrichtung und der gedruckte Aufsteller sind dabei, monatlich kündbar.
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